Darmkrebs­früherkennung kaum mehr gefragt als 2011

Wie das Zentral­institut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) ermittelt hat, haben sie die Zahlen der Teilnehmer an Vorsorgekoloskopien in Deutschland seit 2002, als die Leistung für gesetzlich Krankenversicherte ab 55 Jahren eingeführt wurde, nur marginal verändert. So nutzten 2011 1,6 Prozent der teilnahmeberechtigten Frauen und 1,8 Prozent der berechtigten Männer das Vorsorgeangebot. Sechs Jahre später lag die Teilnahmerate bei den Frauen bei 1,8 Prozent, bei den Männern bei 1,9 Prozent.

In absoluten Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass im Zeitraum 2011 bis 2017 insgesamt 6,69 Millionen gesetzlich Versicherte eine Darm­krebs­früh­erken­nung in Anspruch genommen haben. Dabei stieg die Zahl der jährli­chen Untersuchungszahlen bei Frauen von etwa 213.000 auf 256.000, bei Männern von ungefähr 182.000 auf 214.000.

Gleichzeitig wuchs in diesem Zeitraum die Gruppe der Anspruchsberechtigten (Frauen: 13,66 auf 14,6 Millionen, Männer: 10,34 auf 11,39 Millionen), so dass sich die jährlichen Teilnahmeraten kaum verändert haben. Seit Einführung der Vorsorgekoloskopie ist die Zahl der Darmkrebs-Neuerkrankungen in der Altersgruppe ab 55 Jahren um 17 bis 26 Prozent zurückgegangen.