DCCV Antrag zur Aufnahme von CED in den ASV Katalog erfolgreich

Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hat die chronisch entzündlichen Darm­erkrankungen (CED) in den Katalog der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) aufgenommen. Den Antrag dazu hatte die DCCV (Deutschen Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung) im G-BA gestellt, wie das Ärzteblatt am 17. Juli 2020 berichtete. Zur Antragsbegründung hieß es, dass die beiden Hauptformen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa komplexe Multiorganerkrankungen seien, die besondere Anforderungen an Diag­nos­tik und Therapie stellen und eine enge interdisziplinäre Betreuung der Betroffenen not­wen­dig machen würden. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

„Mehr als 15 Jahre nach der erstmaligen Antragsstellung der Patientenvertretung zur Auf­nahme in den Katalog gemäß Paragraph 116b des fünften Sozialgesetzbuches kann nun endlich gehandelt werden“, sagte Tobias Hillmer, Geschäftsführer und Patientenvertreter der Deutschen Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung.

In der ASV werden Patienten mit komplexen, schwer therapierbaren Krankheiten behan­delt, die eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ärzten erfordert. Der G-BA muss nun in einer neuen Anlage zur ASV-Richtlinie die Details der Versorgung festle­gen. Dabei geht es um den Behandlungsumfang und welche Anforderungen es an Teil­nehmer, Ausstatt­ung und Qualitätssicherung gibt.

„Die CED-Betroffenen erwarten den zügigen Start einer qualitätsgesicherten, vernetzten und spezialisierten Versorgung“, sagte Hillmer. Um dies zu ermöglichen, fordere man eine Priorisierung der weiteren Beratungen für die CED im G-BA, damit die Anforderungen an die ASV-Leis­tungserbringung im kommenden Jahr beschlossen werden könnten.

Zum Originalartikel des Ärzteblatt

Übersicht zur ASV des G-BA

Beschlusstext