Hepatitisfälle deutlich gesunken

Beschäftigte im Gesundheitsdienst sind heutzutage wesentlich besser vor Infektionen mit Hepatitis B und C geschützt als noch vor 15 Jahren. Das meldet die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) zum Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli. Ihre Statistik zeigt: Prävention lohnt sich.

Im vergangenen Jahr erhielt die BGW aus ihren Mitgliedsbetrieben bundesweit 38 meldepflichtige Verdachtsanzeigen auf Hepatitis-B-Erkrankungen, rund 80 Prozent weniger als im Jahr 2002. Die Zahl der bei ihr eingegangenen meldepflichtigen Verdachtsanzeigen auf Hepatitis-C-Erkrankungen fiel im selben Zeitraum um rund 90 Prozent auf 29.

Wir gehen davon aus, dass zu dieser erfreulichen Entwicklung unter anderem vermehrte Hepatitis-B-Impfungen und der Einsatz von Sicherheitsgeräten zum Schutz vor Nadelstichverletzungen beitragen“, erklärt Prof. Dr. Albert Nienhaus, Forschungsbeauftragter der BGW. Beide Schutzmaßnahmen sind jeweils unverzichtbar, allerdings gibt es gegen Hepatitis C bislang noch keine Impfmöglichkeit.

Neue Chancen durch neue Therapien

Die Folgen einer Hepatitis-Infektion können Betroffene unter Umständen den Rest des Lebens beeinträchtigen. Bei Hepatitis C beispielsweise wird eine Infektion in vielen Fällen chronisch und kann unbehandelt zu schweren Lebererkrankungen führen.

Doch auch für Erkrankte gibt es gute Nachrichten: Seit einiger Zeit gibt es neue, direkt antiviral wirksame Medikamente, wie Christian Frosch, Geschäftsführer der BGW-Bezirksverwaltung München berichtet: „Sie wirken schneller, mit sehr hohen Erfolgsquoten, bei weniger Nebenwirkungen – und das selbst bei Personen, bei denen bisherige Therapien nicht in gleicher Weise angeschlagen haben.“ Für manche Betroffene können sich sogar neue Chancen zur Rückkehr an den Arbeitsplatz eröffnen, von dem sie wegen Hepatitis-Viren im Blut ausgeschlossen waren.

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