Landarztquote in Nordrhein-Westfalen – BDI kritisiert eindimensionale Ausrichtung

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens setzt zum Wintersemester 2018 eine Vereinbarung des Koalitionsvertrages um und führt die Landarztquote ein. Hiermit soll die hausärztliche Versorgung insbesondere in ländlichen Gebieten gestärkt werden. Der BDI kritisiert in einem Rundschreiben, dass die Aktion eher an Aktionismus denn an Versorgungsverbesserung erinnere.

„Die Regelung greift zu kurz, weil der Begriff Landarztquote sich einzig und allein auf die Allgemeinmedizin bezieht“, urteilt daher Dr. Hans-Friedrich Spies, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). Es werde verkannt, dass die hausärztliche Versorgung nicht nur von der Allgemeinmedizin, sondern zu einem wesentlichen Teil  auch von hausärztlich tätigen Fachärzten für Innere Medizin sowie Kinder- und Jugendärzten sichergestellt werde. Stattdessen fordert Tilo Radau, Geschäftsführer des BDI zusätzliche Studienplätze als Lösungsansatz.