Medizin vor Ökonomie - Ärzte-Codex für den freien Beruf Arzt

Mit ihrem neuen Klinik Codex „Medizin vor Ökonomie“ wendet sich die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) aus Sorge um ein schwindendes Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient als Fachgesellschaft an die Ärzteschaft, Klinikbetreiber sowie an die Politik. Der Berufsverband Gastroenterologie Deutschland (BVGD) unterstützt und begrüßt ausdrücklich diese Kampagne, denn es besteht die wachsende Gefahr ökonomischer Zwänge in der Behandlung von Patientinnen und Patienten, die mehr und mehr in die Tätigkeit des freien Arztberufes eingreifen. Umso mehr sind Anstrengungen notwendig dieser Tendenz entschlossen entgegenzutreten.

Zur Kampagne

Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) hat unter Einbeziehung des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI) den Ärzte-Codex (vormals Klinik-Codex) entwickelt, um allen Ärztinnen und Ärzten einen Leitfaden an die Hand zu geben, sich der ökonomischen Einflussnahme im Gesundheitswesen entgegenzustellen. Dabei spricht sich der BDI nicht gegen die wirtschaftliche Leistungserbringung im deutschen Gesundheitswesen aus. Es soll vielmehr verhindert werden, dass die Ärzteschaft für die Erbringung von ökonomisch orientierten Zielen „missbraucht“ wird.

Insbesondere die Tätigkeit als Vertragsärztin und Vertragsarzt bringen zusätzliche Aspekte der ärztlichen freiberuflichen Berufsausübung mit sich, die der Berufsverband Deutscher Internisten in seiner begleitenden Kommentierung zum Ärzte-Codex aufgegriffen hat. „Es muss uns gemeinsam gelingen, in unserem Tun und Handeln den freiberuflichen Charakter der Patientenbehandlung wieder in den Vordergrund zu rücken“, betont Dr. Hans-Friedrich Spies, Präsident des BDI. Die ergänzenden Ausführungen des BDI zum Ärzte-Codex, wie auch der Ärzte-Codex selbst, liegen dieser Pressemitteilung zum besseren Verständnis bei.

Download des Ärzte-Kodex