Neue Qualitätsindikatoren des IQTIG führen zur Einstellung von Leistungen

Wie das Ärzteblatt berichtet, führen die planungsrelevanten Qualitätsindikatoren in den deutschen Kranken­häusern erstmals zu Veränderungen. Das erklärte der Leiter des Instituts für Qualitäts­sicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), Christof Veit, auf der Jahres­tagung des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) gestern in Berlin. Manche der Krankenhäuser, die die pro Indikator bestimmten Grenzwerte nicht hätten ein­halten können, hätten die entsprechende Leistung aus ihrem Portfolio genommen, so Veit.

Die planungsrelevanten Qualitätsindikatoren waren mit dem Krankenhausstrukturgesetz eingeführt worden, um den Bundesländern die Möglichkeit zu geben, bei ihren Planungs­entscheidungen auch die Versorgungsqualität zu berücksichtigen. Die erste Auswertung der Daten hatte im ver­gangenen Jahr ergeben, dass in 73 von 1.084 untersuchten Krankenhausstandorten eine unzureichende Qualität erbracht worden war.

Viele der Krankenhäuser haben mit Entsetzen darauf reagiert, dass sie auf unserer Liste standen“, sagte Veit. „Viele haben das als Warnschuss wahrgenommen und darauf rea­giert.“ Oft sei eine unzureichende Qualität bei Leistungen erbracht worden, die in den betreffenden Krankenhäusern nur selten vorgenommen wurden, sagte der IQTIG-Leiter. Viele Krankenhäuser hätten diese Leistungen nach der Veröffentlichung der Liste ganz eingestellt.

Ergebnisse patientenfreundlicher aufbereiten

Das IQTIG hat bereits angekündigt, in der Kommunikation der Ergebnisse nicht ideal gehandelt zu haben und will künftig eindeutiger unterscheiden zwischen Krankenhäusern, die in erheblichem Maße eine unzureichende Qualität erbracht haben, und Häusern, die die Grenzwerte nur knapp nicht eingehalten haben. Außerdem will man die Ergebnisse den Anforderungen der Patienten besser anpassen, denn diese seien an den aufgestellten Qualitätsindikatoren weniger interessiert, als an ganz pragmatischen Informationen, wie beispielsweise der Möglichkeit der Mitnahme von Partnern ins Krankenhaus, oder möglichen vorhandenen Hygieneproblemen.

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