Omikron-Welle: DGK fordert Bürokratie-Abbau

Im Hinblick auf die stark ansteigenden Coronainfektionszahlen hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) einen “Bürokratie-Lockdown” postuliert.

Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG, erklärte im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), dass im ersten Halbjahr nur noch notwendige Dokumentationen in der medizinischen Pflege erledigt werden sollen, damit die Mitarbeiter mehr Zeit für die medizinische Versorgung haben. Darüber hinaus schlug Gaß vor, wegen der angespannten Lage in den Kliniken, alle Personalstrukturvorgaben auszusetzen, da die hohen Infektionszahlen mit Personalausfällen einhergehen werden.
Mit der Entscheidung, Personaluntergrenzen sowie andere Vorgaben auszusetzen, könne man vermeiden, dass Stationen geschlossen werden müssten. Des Weiteren forderte Gaß, in jedem Bundesland eine zentrale Koordinierungsstelle für verfügbares Pflegepersonal zu schaffen, um so die Kliniken zu entlasten.

Der GKV-Spitzenverband reagierte mit Skepsis auf die Forderungen der DKG. Damit das Krisenmanagement in der Coronapandemie nicht „im Blindflug“ erfolge, seien aktuelle und detaillierte Zahlen zur Versorgungslage unerlässlich, so Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstandsmitglied im GKV-Spitzenverband. Dazu gehören auch Fallzahlen im Krankenhaus und Daten zu einsatzbereiten Pflegekräften in den Krankenhäusern. „Wer hier die Berichtspflichten abschafft, der gefährdet Patientinnen und Patienten.
Wie wichtig Daten und Informationen zur Bekämpfung einer Pandemie sind, sollten mittlerweile alle verstanden haben”, erklärte Stoff-Ahnis. 

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