Patientenversorgung unter Druck

Im Rahmen der Veranstaltung „BÄK im Dialog – Patientenversorgung unter Druck“ am 17. November in Berlin haben Experten sich für eine Umgestaltung des Systems der diagnosebezogenen Fallgruppen (DRG) ausgesprochen. In dem Zusammenhang stellte sich BÄK-Präsident Frank Ulrich Montgomery bei der Veranstaltung grundsätzlich hinter das aktuelle DRG-System. „Es gibt keine Alternative dazu.“ Es sei jedoch falsch, dass System zu 100 Prozent über DRGs zu finanzieren, so wie es in Deutschland geschehe.

Problem der Merkantilisierung

Problematisch sei in Deutschland die „zunehmende Merkantilisierung im Gesundheitswesen“ zu bewerten, durch die die Ärzte unter einen Druck gerieten, der auch die Patienten­versorgung beeinflusse, so Montgomery weiter. Dennoch erklärte der BÄK-Präsident, dass auch Ärzte der Ökonomie verpflichtet seien und  ein sparsames und wirtschaftliches Verhalten ein Grundprinzip sei, welches ebenso auch Ärzten abverlangt werden könne.

Denn nichts sei unsolidarischer, als mit dem Geld der Versicherten verschwen­derisch umzugehen. Daher habe ökonomisches Handeln auch im Gesundheitswesen seine Berechtigung. Die Ökonomie müsse aber den Zielen der Medizin dienen und nicht umgekehrt.

Eine Zusammenfassung der gesamten Veranstaltung, alle Vorträge und einige Videoclips stellt die BÄK online zur Verfügung

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Video-Clip der BÄK

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