Studie errechnet Folgekosten verursacht durch Burnout

Eine regelmäßige Überlastung von Angestellten wirkt sich direkt negativ auf den Arbeitgeber aus. Allein die verkürzten Arbeitszeiten und Arbeitsplatzwechsel verursachen nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie Kosten von durchschnittlich 7.600 US-Dollar pro Arzt und Jahr. Die gesundheitsökonomische Studie wurde in den Annals of Internal Medicine veröffentlicht (2019; doi: 10.7326/M18-1422).

Besonders in den USA führen die hohen Belastungen am Arbeitsplatz mittlerweile dazu, dass nahezu 50% aller Ärzte mindestens eines von drei Burnoutsymptomen beklagen. Zu den Symptomen gehören emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung oder Abnahme der Leistungsfähigkeit. Man kann davon ausgehen, dass auch in Deutschland die Zahl der Burnout-gefährdeten Ärzte hoch ist.

Darunter leidet vor allem die Qualität der medizinischen Versorgung, doch auch die Kliniken als Arbeitgeber der Ärzte erleiden wirtschaftliche Nachteile, wenn die Berechnungen zutreffen, die der Ökonom Joel Goh von der Nationalen Universität von Singapur zusammen mit Ärzten der Mayo Clinic und der Stanford University und einem Mitarbeiter der American Medical Association vorstellt.

Zur Studie