Pressemitteilungen

An dieser Stelle finden Sie den umfangreichsten Pool an nationalen gastroenterologischen Pressemitteilungen deutschlandweit. Alle Pressemitteilungen des BVGD, der DGVS und des bng werden hier zusammengeführt. Sie haben Fragen zu einzelnen Themen? Wenden Sie sich an unsere Pressestelle unter den nebenstehenden Kontaktdaten.

Mitteilung der DGVSJuli 2020

Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli – Symptomarm und zu spät erkannt: warum es strukturierte Früherkennungsprogramme für Leberkrankheiten geben muss

Infektionen, vor allem solche mit Hepatitis C- und B-Viren, können die Leber schwer schädigen. Aber auch unser westlicher Lebensstil – wenig Bewegung, reichhaltige Ernährung, zu viel Alkohol – macht der Leber zu schaffen. Das Tückische: Eine kranke Leber verursacht kaum Symptome. Weil Früherkennungsprogramme fehlen, werden Leberleiden oft erst dann entdeckt, wenn das Entgiftungsorgan schon stark geschädigt ist. Angesichts steigender Zahlen von Lebererkrankungen werden dringend strukturierte Früherkennungsprogramme benötigt, fordern Experten der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli.

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Mitteilung des BVGDBerlin, Juli 2020

Ökonomie vor Behandlungsqualität
Sorgfältige Darmspiegelung in der Hälfte der Zeit? EBM-Reform gefährdet die Erfolgsgeschichte Darmkrebsvorsorge

Die Früherkennung von Darmkrebs durch vorsorgliche Darmspiegelungen gehört zu den Erfolgsgeschichten der modernen Medizin: In den ersten zehn Jahren nach ihrer Aufnahme in die Früherkennungsprogramme der gesetzlichen Versicherungen im Jahr 2002 konnte die Zahl der Todesfälle durch Darmkrebs um mehr als 20 Prozent gesenkt werden. Doch dieser Erfolg wird nun durch neue wirtschaftliche Vorgaben bedroht: Auf Beschluss der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) sank die Vergütung, die Ärzte für die Durchführung einer Vorsorgekoloskopie erhalten, um neun Prozent, gleichzeitig wurde die vorgesehene Behandlungszeit deutlich verkürzt – von 32 Minuten auf nur noch 18 Minuten. Diese ökonomiegetriebene Entscheidung bedroht die Qualität der Untersuchung und untergräbt Bemühungen um die Ausweitung der Darmkrebsvorsorge auf weitere Teile der Gesellschaft, warnt der Berufsverband Gastroenterologie Deutschland e. V. (BVGD). Gemeinsam mit Vertretern weiterer Organisationen fordern die Experten des Verbandes die Rücknahme der verschärften und aus ihrer Sicht unrealistischen Zeitvorgaben, um die bereits erzielten Errungenschaften in der Darmkrebsvorsorge nicht aufs Spiel zu setzen.

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Mitteilung des BVGDBerlin, Mai 2020

Arbeitsbelastung senken, Weiterbildung stärken, DRG-System abschaffen BVGD: Reformen im Gesundheitswesen dringend benötigt – „Weiter so“ wäre fatal

Berlin, Mai 2020 – Überlastetes Klinikpersonal, alleingelassene Assistenzärzte, Kliniken in Finanznot – was durch die Corona-Pandemie kurzzeitig aus dem Blickfeld geraten ist, tritt mit der Rückkehr der Krankenhäuser in den Regelbetrieb wieder deutlich zutage: Ärztinnen und Ärzte gehen in ihrem Alltag oft an ihre Belastungsgrenze oder sogar darüber hinaus. Aktuell etwa holen die Kliniken Operationen und Untersuchungen nach, die sie zu Beginn der Pandemie aus Gründen des Infektionsschutzes verschoben hatten. Schon vor der Pandemie fühlten sich nach Zahlen des Marburger Bundes fast 60 Prozent der Ärzteschaft regelhaft überlastet. Vor allem unter jungen Klinikärzten wächst die Unzufriedenheit mit ihrem Beruf, betont der Berufsverband Gastroenterologie Deutschland e.V. (BVGD). Die Experten des Verbandes fordern, die aktuelle Dynamik in der Gesundheitspolitik zu nutzen, um mit wirksamen Reformen die Arbeitsbedingungen von Ärzten zu verbessern und eine hochwertige Ausbildung des dringend benötigten ärztlichen Nachwuchses zu gewährleisten.

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Mitteilung der DGVSMai 2020

Erfolgsgeschichte der Darmkrebsvorsorge jetzt fortsetzen: DGVS mahnt Rückkehr zur regulären Früherkennung an

Um für die Corona-Pandemie gewappnet zu sein, wurden in den vergangenen Wochen weite Bereiche der Medizin umorganisiert: Kapazitäten für Intensivbetten wurden erhöht, planbare Operationen verschoben, Risikopatienten wurde geraten, nicht notwendige Arztbesuche abzusagen. Aktuell kehren Kliniken und Praxen schrittweise wieder zur Normalität zurück. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) empfiehlt Patienten, nicht nur bei akuten Beschwerden ihren Arzt aufzusuchen, sondern jetzt auch die wichtigen Früherkennungsuntersuchungen, etwa die Vorsorgekoloskopie, wieder wahrzunehmen. Sonst drohe das Risiko, dass Krebserkrankungen zu spät erkannt würden. Diese Untersuchungen wurden in den vergangenen Wochen in großem Umfang abgesagt.

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Mitteilung der DGVSMärz 2020

Darmkrebsmonat März: Früherkennung mehr nutzen Vorsorgekoloskopie gehört zu den effektivsten Maßnahmen in der Medizin

Anlässlich des Darmkrebsmonats März ruft die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) dazu auf, die Vorsorgekoloskopie besser zu nutzen. Das von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlte Angebot gehört zu den effektivsten Früherkennungsmaßnahmen, die in der Medizin zu Verfügung stehen: In den ersten zehn Jahren nach Einführung der gesetzliche Darmkrebsfrüherkennung sank die Darmkrebssterblichkeit bei Männern ab 55 Jahren um fast 21 Prozent, bei Frauen dieser Altersgruppe sogar um mehr als 26 Prozent. Zukünftig werden Systeme Künstlicher Intelligenz (KI) die Darmkrebsvorsorge noch verlässlicher machen. Offen ist derzeit jedoch noch, welche der KI-Anwendungen für Patienten entscheidende Vorteile bringen und wann diese in die breite Anwendung gehen werden.

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