Pressemitteilungen

An dieser Stelle finden Sie den umfangreichsten Pool an nationalen gastroenterologischen Pressemitteilungen deutschlandweit. Alle Pressemitteilungen des BVGD, der DGVS und des bng werden hier zusammengeführt. Sie haben Fragen zu einzelnen Themen? Wenden Sie sich an unsere Pressestelle unter den nebenstehenden Kontaktdaten.

Mitteilung der DGVSOktober 2020

Nobelpreis für Hepatitis C-Entdeckung: Gastroenterologen fordern Screening für eine bessere Früherkennung und Therapie

Die diesjährigen Medizin-Nobelpreisträger Harvey J. Alter (USA), Michael Houghton (Großbritannien) und Charles M. Rice (USA) haben mit ihren Erkenntnissen den Grundstein für die Bekämpfung des Hepatitis C-Virus (HCV) gelegt. In den letzten Jahren hat die Behandlung der Infektion revolutionäre Fortschritte gemacht. Hierzu haben ganz entscheidend auch deutsche Wissenschaftler beigetragen. Aber: Ein großer Teil der mit Hepatitis C Infizierten profitiert aktuell noch nicht von diesen Fortschritten. Denn viele der Betroffenen wissen gar nichts von ihrer Leberinfektion. Sie macht sich oft erst im Spätstadium bemerkbar, wenn sie bereits zu Spätfolgen wie Leberzirrhose und Leberzellkrebs geführt hat. Dabei könnte die Erkrankung bei frühzeitiger Diagnose geheilt werden. Die Einführung eines Screenings auf Hepatitis C sei deshalb ein wichtiger Schritt, um mehr Menschen eine rechtzeitige Diagnose und Therapie zu ermöglichen. Damit ließen sich nicht nur die Folgen, sondern auch die Ausbreitung der Infektion reduzieren, so die Experten der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).

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Mitteilung der DGVSSeptember 2020

„BEST OF DGVS”: Die wichtigsten Paper 2020 aus Gastroenterologie und Vizeralchirurgie

Derzeit können sich Mediziner in dem mehrtägigen Online-Event „BEST OF DGVS“ über wichtige wissenschaftliche Neuerungen in der Gastroenterologie informieren und austauschen. In der Sitzung „Milestone Papers 2020 – Was bleibt?“ stellen Experten aus Gastroenterologie, Endoskopie und Viszeralchirurgie einige der für Klinik und Praxis relevantesten internationalen Studien dieses Jahres vor. „BEST OF DGVS“ ist ein kostenfreies Angebot der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und findet vom 16. bis 19. September 2020 statt. Die DGVS und DGAV-Tagung „Viszeralmedizin“ wurde aufgrund der Corona-Pandemie auf nächstes Jahr verschoben.

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Mitteilung der DGVSAugust 2020

Live-Streaming-Format “BEST OF DGVS” statt Präsenz-Kongress

Die Coronakrise hat auch ihr Gutes – sie bringt Schwung in die Digitalisierung: Gastroenterologen und Endoskopiker können sich daher in diesem Jahr in einem mehrtägigen Event digital über wissenschaftliche Neuerungen informieren und austauschen. Unter dem Motto „BEST OF DGVS“ werden vom 16. bis 19. September Fachvorträge live aus Berlin gestreamt, über interaktive Videoformate sind kollegialer Austausch und Vernetzung möglich. „BEST OF DGVS“ ist ein kostenfreies Angebot der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS). Die DGVS und DGAV-Tagung „Viszeralmedizin“ wurde aufgrund der Corona-Pandemie auf nächstes Jahr verschoben.

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Mitteilung der DGVSJuli 2020

Welt-Hepatitis-Tag am 28. Juli – Symptomarm und zu spät erkannt: warum es strukturierte Früherkennungsprogramme für Leberkrankheiten geben muss

Infektionen, vor allem solche mit Hepatitis C- und B-Viren, können die Leber schwer schädigen. Aber auch unser westlicher Lebensstil – wenig Bewegung, reichhaltige Ernährung, zu viel Alkohol – macht der Leber zu schaffen. Das Tückische: Eine kranke Leber verursacht kaum Symptome. Weil Früherkennungsprogramme fehlen, werden Leberleiden oft erst dann entdeckt, wenn das Entgiftungsorgan schon stark geschädigt ist. Angesichts steigender Zahlen von Lebererkrankungen werden dringend strukturierte Früherkennungsprogramme benötigt, fordern Experten der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages am 28. Juli.

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Mitteilung des BVGDBerlin, Juli 2020

Ökonomie vor Behandlungsqualität
Sorgfältige Darmspiegelung in der Hälfte der Zeit? EBM-Reform gefährdet die Erfolgsgeschichte Darmkrebsvorsorge

Die Früherkennung von Darmkrebs durch vorsorgliche Darmspiegelungen gehört zu den Erfolgsgeschichten der modernen Medizin: In den ersten zehn Jahren nach ihrer Aufnahme in die Früherkennungsprogramme der gesetzlichen Versicherungen im Jahr 2002 konnte die Zahl der Todesfälle durch Darmkrebs um mehr als 20 Prozent gesenkt werden. Doch dieser Erfolg wird nun durch neue wirtschaftliche Vorgaben bedroht: Auf Beschluss der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) sank die Vergütung, die Ärzte für die Durchführung einer Vorsorgekoloskopie erhalten, um neun Prozent, gleichzeitig wurde die vorgesehene Behandlungszeit deutlich verkürzt – von 32 Minuten auf nur noch 18 Minuten. Diese ökonomiegetriebene Entscheidung bedroht die Qualität der Untersuchung und untergräbt Bemühungen um die Ausweitung der Darmkrebsvorsorge auf weitere Teile der Gesellschaft, warnt der Berufsverband Gastroenterologie Deutschland e. V. (BVGD). Gemeinsam mit Vertretern weiterer Organisationen fordern die Experten des Verbandes die Rücknahme der verschärften und aus ihrer Sicht unrealistischen Zeitvorgaben, um die bereits erzielten Errungenschaften in der Darmkrebsvorsorge nicht aufs Spiel zu setzen.

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